Hi, ich bin Leonie
Wenn der Alltag mit Autismus herausfordernd wird, finden Eltern bei mir Strategien aus über 12 Jahren in der Autismus-Förderung
Mein Weg in die Autismus-Förderung
Mein Weg in die Autismus-Förderung begann schon vor meinem Studium. Damals begleitete ich ein autistisches Mädchen nicht nur zu Hause, sondern auch in der Schule, im Alltag und zu den Therapien. Dabei habe ich hautnah erlebt, dass Förderung nur dann wirklich etwas verändert, wenn sie nicht im Therapieraum stehenbleibt, sondern Teil des täglichen Lebens der Familie wird. Schon früh habe ich gespürt, dass genau dort mein Platz ist. Ich wollte das, was in der Förderung vermittelt wird, in konkrete Schritte für den Alltag übersetzen, damit Eltern Entlastung erfahren und Kinder sich entwickeln können.
Nach meinem Studium war mir klar, dass genau das auch mein weiterer Weg sein sollte. Ich begann meine Tätigkeit in einem Autismus Zentrum, wo ich viele Jahre gearbeitet und zuletzt die stellvertretende Leitung übernommen habe. In dieser Zeit habe ich unzählige Familien begleitet und erlebt, wie groß die Unsicherheiten nach einer Diagnose sein können. Eltern standen oft vor denselben Fragen und hatten das Gefühl, mit all dem allein zu sein.
Heute blicke ich auf über zehn Jahre Erfahrung in der Begleitung autistischer Kinder und ihrer Familien zurück. Mein Ziel ist es, Eltern zu stärken, Kinder zu begleiten und Brücken zu bauen zwischen Förderung und Alltag.
Mein Studium und Schwerpunkte
Ich habe Sozialpädagogik/ Soziale Arbeit (B.A.) sowie Sozialmanagement (M.A.) studiert. Schon in meiner Bachelorarbeit habe ich mich intensiv mit dem Thema Familienalltag mit Autismus beschäftigt. Mir wurde klar, dass Förderung nicht allein in einer Stunde pro Woche stattfinden kann, sondern dass die Ressourcen der Eltern unbedingt mitgedacht werden sollten. Entscheidend ist ein Umfeld, das Kinder versteht, sie vor Überforderung schützt und ihnen Raum gibt, ihre Stärken zu zeigen. Eltern brauchen dafür kein starres Vorgehen, sondern ein besseres Verständnis für die Hintergründe von Verhalten, passende Strategien im Umgang mit Herausforderungen und die Sicherheit, ihren eigenen Weg im Alltag zu finden.
In meiner Masterarbeit habe ich untersucht, was es für Familien bedeutet, wenn durch hohe Fluktuation ständig neue Fachkräfte kommen und Eltern ihre gesamte Lebensgeschichte immer wieder neu erzählen müssen. Für Familien zählen nicht nur Fachwissen und Diagnosen, sondern vor allem Vertrauen, Kontinuität und feste Ansprechpartner.
Ein weiterer Schwerpunkt meines Studiums lag auf Inklusion und Schule. Auch in meiner praktischen Arbeit war die Zusammenarbeit mit Schulen und dem Umfeld zentral. Kolleginnen und Kollegen verwiesen bei Fragen zur Schule oft an mich, weil ich mich dort besonders gut auskenne. Brücken zwischen Familien, Schulen und Förderstellen zu bauen, ist bis heute eines meiner größten Anliegen.
Meine Haltung
Eltern sind für mich keine Co-Therapeuten. Sie müssen im Alltag keine Förderprogramme abarbeiten oder strengen Trainingsplänen folgen. Viel wichtiger ist es, dass sie Sicherheit und Orientierung bekommen, um ihr Kind mit Ruhe und Verständnis begleiten zu können.
Ich sehe meine Aufgabe darin, Eltern zu stärken, damit sie sich nicht von äußeren Erwartungen oder widersprüchlichen Expertenmeinungen verunsichern lassen. Wenn Eltern lernen, ihrem eigenen Bauchgefühl zu vertrauen, entsteht ein Alltag, in dem nicht der Druck, sondern die Beziehung im Vordergrund steht.
Meine Haltung bedeutet deshalb: weniger Überforderung, weniger Perfektionsdruck und mehr Vertrauen in die eigene Elternrolle. Denn Eltern sind die wichtigsten Begleiter ihres Kindes – nicht als Therapeuten, sondern als Menschen, die ihr Kind lieben und es genau so annehmen, wie es ist.
Meine Mission
Mit Neurodiversum habe ich einen Ort geschaffen, an dem Eltern das finden, was sie wirklich brauchen: praxisnahe Unterstützung, fachlich fundiertes Wissen und eine klare Haltung, die den Blick auf die Stärken der Kinder richtet. Ich weiß aus Erfahrung, wie herausfordernd es sein kann, zwischen Expertenmeinungen, schulischen Anforderungen und den eigenen Sorgen zu stehen. Deshalb ist mein Ziel, Eltern hier sowohl Handlungssicherheit, als auch Zuversicht zu geben.
Mein Motto lautet: „Autismus verstehen. Alltag erleichtern.“ Für mich bedeutet das, Autismus nicht als Problem zu sehen, das gelöst werden muss, sondern als eine Form von Vielfalt, die verstanden werden will. Denn so können Eltern passende Wege für sich finden und es entsteht ein Alltag, der für die ganze Familie leichter und erfüllender ist.
